Endometriose

Endometriose- unterstützende Behandlung in München

Endometriose

Endometriose ist nach Myomen die zweithäufigste gynäkologische Erkrankung.

Endometriose bezeichnet das Vorkommen von Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) außerhalb der Gebärmutter, das zu Verwachsungen und Schmerzen insbesondere während der Menstruationsblutung führen kann.

Dieses Gewebe kann sich  an (und in ) Eierstöcken, Eileitern (zu fast 50 % der Endmetriosefälle ) festsetzen und so ein sehr häufiger Grund für Unfruchtbarkeit sein.

Bei ca. 50 % der  Frauen mit unerfülltem Kinderwunsch sind  Endometrioseherde feststellbar.

In fast 60 % der Fälle findet man Herde an den Gebärmutterbändern, die die Gebärmutter mit dem Kreuzbein verbinden. Daher kommen oft Rückenschmerzen während der Monatsblutung.

Die Herde können auch im Eierstock ditzen und zu jeder Menstruation einbluten und so mit der Zeit blutgefüllte Zysten (sog. Schokoladenzyste oder Teerzyste) mit bis zu 10 cm Durchmesser entwickeln.

Auch im kleinen Becken, wo das ‚versprengte’ Gewebe aktiv ist und andere Gewebe wie Bindegewebe und Organe oder Blase und Darm können dadurch schmerzhaft beeinträchtigt sein.

Dies geschieht durch Verwachsungen, Verhärtungen und Einwachsungen in anderes Körpergewebe.

Ursache der Endometriose

Bei der Entstehung der Endometriose werden verschiedene Erklärungen diskutiert:

Eine in unseren Augen sehr plausible Theorie ist die des rückwärtigen Menstruationsflusses durch die Eileiter ins kleine Becken.

So gibt es eine Untersuchung, nach der israelische Frauen, denen der jüdische Glauben Geschlechtsverkehr während der Menstruation und den Einsatz von Tampons untersagt, bedeutend weniger unter Endometriose leiden als amerikanische Frauen.

So lässt sich auch erklären, daß Stress , der Gebärmutterkontraktionen auslöst, die Endometriose durch eine Pumpbewegung begünstigt.

Ausserdem schwächt Stress (u.a. durch dann vermehrt ausgeschüttete, immunsuppressiv wirkende Cortisol)  das Immunsystem (insbesondere die extrazelluläre Abwehr). Das kann erklären, daß die versprengte Schleimhaut nicht entsprechend abgebaut werden kann, wie sie es eigentlich müsste, wenn sie an einer Stelle ist, wo sie nicht hingehört.

Auch die Verschleppung von Endometriumszellen in den Bauchraum ( durch gynäkologische  Operationen) oder auch  die Lymphbahnen kann eine Rolle spielen.Nach dieser These raten wir unseren Patientinnen, gynäkologische Operationen  in einen Zeitraum zu legen, in dem die Gebärmutterschleimhaut nicht aktiv ist. Das bedeutet, die Gebärmutter sollte nicht nicht kurz vor, während oder kurz nach der Blutung zu operiert werden.

Es gibt auch Endometriose ausserhalb des Bauchraums, die sehr selten ist und wir an dieser Stelle nicht weiter ausführen.

 

Symptome der Endometriose:

· massive Bauchschmerzen während der Periode (Dysmenorrhoe), die im Laufe des Lebens zunehmen
· Schmerzen beim Geschlechtsverkehr
· diffuse, dumpfe, ziehende oder drückende Beschwerden im Unterbauch, auch  unabhängig von der Menstruation
· Schmerzen beim Wasserlassen und/oder Stuhlgang
· Blutabgang aus Blase oder Darm während der Menstruation (wenn Endometriose sich dort angesiedelt hat)
· Müdigkeit und Erschöpfung durch die z.T. starken Blutungen und die Schmerzen
· Unfruchtbarkeit durch die Verwachsungen und insbesondere durch die Anspannung der Eileiter durch die Schmerzen

. blutgefüllte Zysten (Schokoladen – oder Teerzysten) in den Eierstöcken, wenn ein Herd in den Eierstöcken sitzt

 

Patientinnen, die unter Endometriose leiden haben oft viele Jahre schlimme Schmerzen, bis die Diagnose gestellt wird.

Dies geschieht meistens durch eine Lapraskopie.

Die endgültige Diagnosestellung der Endometriose kann zwischen drei und elf Jahren liegen.

In der Schulmedizin werden Hormone zur Zyklussteuerung und Schmerzmittel zur Behandlung eingesetzt.

Ausserdem wird versucht, mittels Lapraskopie die Herde auszuräumen, was leider nicht immer vollständig gelingt.

Auch bei der Endometriose ist eine kombinierte schulmedizinische und naturheilkundliche Diagnostik und  Therapie wichtig und schliesst sich keinesfalls aus.

Vorbeugung

Da die Dysmenorrhoe eine mögliche Vorstufe der Endometriose darstellen kann, ist das Ernstnehmen und die konsequente, frühzeitige Beseitigung jeglicher dysmenorrhoischer Beschwerden auch schon bei jungen Mädchen sehr wichtig.

Da die Endometriose in den Industrieländern verstärkt auftritt, steht sie auch in Beziehung zu der Lebensweise. Hierbei lässt sich oft neben den Unterbauch-Beschwerden auch eine falsche Ernährungsweise finden (Fast Food; fett- und fleischreiche, ballaststoffarme Ernährung – wobei der Einfluss des Ernährungsverhaltens auf das Auftreten von Dysmenorrhoe bekannt ist und in mehreren Studien nachgewiesen wurde). Deshalb ist davon auszugehen, dass eine Ernährungsumstellung sich auch positiv auf die Frühform der Endometriose auswirken kann.

Was kann die chinesische Medizin bei Endometriose tun?

Hier bietet die chinesische Medizin eine hilfreiche Alternative, zumal die konventionelle Therapie der Dysmenorrhoe in der Einnahme von Schmerzmitteln und nichtsteroidalen Antiphlogistika, z.B. Ibuprofen, Acetylsalicylsäure usw. liegt.
Die Wirksamkeit der Akupunktur bei Dysmenorrhoe ist durch klinische Studien nachgewiesen.

Die Chinesische Medizin diagnostiziert und behandelt die Erkrankung nach funktionellen Kriterien und berücksichtigt die tatsächlichen Hauptbeschwerden und die individuelle Konstitution der Betroffenen.

Aus Sicht der Chinesischen Medizin sind hierbei ein Energiemangel oder Energiestau im kleinen Becken und die Klärung einer so genannten Blutstagnation, die äusserst schmerzhaft ist, zu behandeln.

Dies ist insofern plausibel, da das sehr schmerzempfindliche Gewebe der Eileiter und der Eierstöcke unter massive Spannung gerät und so die Eier nicht richtig produzieren, springen und weiterleiten kann.

Akupunktur kann hierbei sehr effektiv sein, diese Spannung zu lösen.Manuelle Therapie (Schröpf-Massage) und vor allem auch Kräutertherapie sowie Ernährungsberatung sind weitere wichtige Bestandteile der Behandlung.
In unserer Praxis arbeiten wir zur Verbesserung der Ergebnisse der konventionellen Medizin (Hormontherapie) mit einem für jede Patientin individuellen Behandlungskonzept.
Insbesondere haben wir positive Erfahrungen bei der Verminderung von Menstruationsschmerzen, PMS und Erschöpfung.

Unsere Spezialistin – Frau Komorek

Frau Kafkoulas