Schon im dreizehnten Jahrhundert stellte einer der berühmtesten Ärzte Chinas, Sun Si Miao, fest, dass chinesische Medizin nur zu je fünf Prozent aus Akupunktur und Kräutern bestehe.
Den Rest bestimme die Lebensweise. Mit dieser Erkenntnis muss sich heute auch die moderne Schulmedizin zunehmend auseinandersetzen.
In allen Lehrbüchern der chinesischen Medizin wird bei der Beschreibung von Krankheitsgeschehen den Emotionen eine fundamentale Bedeutung zugemessen. Von dieser Grundhaltung ist auch meine Herangehensweise an die Medizin bestimmt. Auch die besten Kräuterrezepturen oder Akupunkturbehandlungen können bei einem psychischen Ungleichgewicht nur bedingt helfen.
Daher ist
der mein 3. Standpfeiler die Psychotherapie. Hier ist es mir wichtig, dass der Patient alle Emotionen haben und leben darf. Dabei bin ich ein Gegenüber, der mit dem Herzen und mit Achtung für den Weg des Einzelnen diese Gefühle trägt, sie beantwortet und bestätigt. Denn nur wenn sich der Klient respektvoll angenommen fühlt, kann Veränderung und Heilung wirklich stattfinden.
Das Gespräch ist hier zwar wichtig, aber auch die Körpertherapie, die Gestaltarbeit, die systemische Betrachtungsweise und viele andere Methoden sind dabei Handwerkszeug, das natürlich auch beherrscht werden will.
Ich habe acht intensive Ausbildungsjahre hinter mir, in denen ich mich mit verschiedenen Verfahren der Gesprächs- und Körpertherapie beschäftigt habe. So kann ich mir neben der traditionellen chinesischen Medizin auch in der Psychotherapie eine äußerst fundierte Ausbildung zunutze machen und dies an meine Patienten weitergeben. Nicht unerwähnt lassen möchte ich meine größten Lehrmeister, meine Frau, und meine beiden Kinder Sarah und Benjamin. Hier lerne ich nochmal ganz lebensnah, was im Leben wirklich wichtig ist und welch große Aufgabe es ist, als Mann und Vater präsent zu sein.
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