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Tuina

Tuina ist Massage und manuelle Therapie im System der chinesischen Medizin. Tuina umfasst Massage, Chiropraktik und auch das Drücken von Akupunkturpunkten (Akupressur). Ich habe Tuina im Shou Gong Hospital in Shanghai gelernt und in meiner dreijährigen Tätigkeit in der Orthopädie verfeinert.

Ich beschreibe auf dieser Seite auch die anderen äußeren Verfahren wie Schröpfen, Gua Sha und Moxibustion, die sowohl der Akupunktur und dem Tuina zugerechnet werden. Tuina enthält sehr viele Druck und Grifftechniken, die in der Behandlung sehr differenziert eingesetzt werden können. Ich setze Tuina gerne in Kombination mit anderen Methoden ein. So bin ich flexibler und kann mehr auf die Bedürfnisse der Patienten eingehen. Somit entsteht eine gewisse Flexibilität, wenn ein Patient z.B. Angst vor Akupunkturnadeln hat. Ich halte es insbesondere bei orthopädischen Beschwerden für unabdingbar, auch neben der Akupunktur, Tuina einzusetzen. So erhält man einen Synergismus, der weit über die Einzelwirkung der jeweiligen Methode hinausgeht.

Sehr effektiv ist in Verbindung dazu auch Gua-Sha. Gua Sha ist eine chinesische Form der Massage, bei der mit einem Schaber mit einer speziellen Technik über die Haut gestrichen wird. Dabei entstehen ein sehr tiefgehender Massageeffekt und eine unter Umständen sehr starke Rötung. Die Rötung kann aussehen wie ein Bluterguss, der aber nach wenigen Tagen verschwindet und auch therapeutisch erwünscht ist. Durch den Abbau des unter der Haut abgepressten Blutes, entsteht eine erhöhte Stoffwechselaktivität, durch die auch Schlackenstoffe, die z.B. durch Muskelverspannungen und Entzündungen entstanden sind, abgebaut werden. Gua Sha ist dem auch in der westlichen Naturheilkunde bekannten Schröpfen sehr ähnlich. Beim Schröpfen wird in einer offenen Glaskugel ein Vakuum erzeugt und diese auf den Körper aufgesetzt. An der aufgesetzten Stelle entsteht auch eine Art Erguß –ähnlich wie beim Gua Sha. Der Unterschied ist, dass der Schröpfkopf saugt und beim Gua Sha gedrückt wird. Beide Methoden sind sehr Effektiv bei allen orthopädischen Erkrankungen aber auch bei immunologischen Erkrankungen (z.B. Erkältungen, Allergien, Immunschwäche). Der Abbau des Ergusses hat auch eine Wirkung auf das Immunsystem des ganzen Körpers. Der Effekt ist wie bei einer Eigenblutbehandlung. Bei sehr starken Füllezuständen kann die Haut auch leicht angepiekst und dann ein Schröpfkopf aufgesetzt und die Fülle über das austretende Blut ausgeleitet werden.

Ein weiteres äußeres Verfahren ist die Moxibustion. Hierbei wird über Akupunkturpunkten und Körperarealen Moxa - eine Beifußart - abgebrannt und somit erwärmt. Die Wärme und der Rauch haben eine nachhaltig wärmende und tonisierende und auch Qi-bewegende Wirkung auf den Organismus.