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Befunddolmetscher

Ich habe eine tolle Seite gefunden:

Viele Patienten (und auch ich) haben oft das Problem, einen medizinischen Befund zu verstehen.Eine Initiative von Medizinstudenten hat nun einen Online-Befunddolmetscher entwickelt.

Sie können hier den  Körperbereich, zu dem Sie einen Befund haben, auswählen und werden dann durchs Menü geführt.

ich finde, es ist sehr gut, umfangreich und kompetent gemacht.Die medizinischen Begriffe sind  sehr verständlich erklärt.

Kaiserschnittrate regional unterschiedlich und deutlich gestiegen

Diese Statistik finde ich äußerst aufschlussreich.
Es handelt sich um eine fundierte Untersuchung.
Interessant fände ich auch eine Untersuchung, wie sich die Kaiserschnittrate von privat versicherten Patientinnen von gesetzlich versicherten unterscheidet.
Ich habe nur gehört, ohne es belegen zu können, daß sie erheblich höher sein soll…
Es ist klar: der Kaiserschnitt ist eine unter Umständen lebensrettende Massnahme für Mutter und Kind. Sie sollte nur genau erwogen werden.
Wenn Sie vor einer Geburt stehen, ist es wichtig, zu erfragen, ob die Klinik eher hebammenorientiert arbeitet (in München: Maistraße, Dritter Orden,Starnberg und sicher noch andere)
  • Die Zahl der Kaiserschnittgeburten nimmt in Deutschland trotz rückläufiger Geburtenzahl stetig zu. 2010 lag die Kaiserschnittrate bereits bei fast einem Drittel und damit um zehn Prozentpunkte höher als noch im Jahr 2000.
  • Im Jahr 2010 wurden 31,9 % aller Kinder per Kaiserschnitt zur Welt gebracht (2000: 21,5 %).
    • Deutschland gehört damit in Europa zu den Ländern mit der höchsten Kaiserschnittrate.
    • Durch die vielen Kaiserschnitte hat sich die Säuglingssterblichkeit nicht positiv verändert: Im europäischen Vergleich lässt sich kein Zusammenhang zwischen Sterblichkeit Neugeborener und Kaiserschnittrate aufzeigen.

    • Die Kaiserschnittrate der Kreise und kreisfreien Städte Deutschlands variieren zwischen 17 % und 51 % – also um das Dreifache. Zu den interaktiven Karten.Zum Beispiel: In München 27 % und im Lkr. Eichstätt 45 %.
    • Diese deutlichen regionalen Unterschiede sind über den Zeitverlauf hinweg weitgehend stabil.
    • Häufig zur Begründung für diese Unterschiede herangezogene Faktoren – wie die Altersstruktur der Mütter, der Bildungsstand, eine unterschiedliche Verteilung von Früh- oder Mehrlingsgeburten, von Kindern mit besonders hohem Geburtsgewicht oder mütterlicher (Grund-)Erkrankungen – können das beobachtet Ausmaß des Anstiegs und der regionalen Variation der Kaiserschnittrate nicht erklären.
    • Kreise, die 2007 bereits überdurchschnittliche Kaiserschnittraten verzeichneten, erleben weiterhin einen Anstieg, allerdings etwas weniger stark.
    • In den letzten Jahren ist zudem die Kaiserschnittrate insbesondere bei den jüngeren Frauen unter 25 Jahre überdurchschnittlich stark gestiegen

    Setzen sich die Entwicklungen weiter fort, muss von einem fortwährenden Anstieg der Kaiserschnittrate ausgegangen werden.

    Es mag zahlreiche Gründe dafür geben.Tatsache ist, daß ein Kaiseschnitt um ein Vielfaches höher vergütet wird, planbar ist und schneller geht als eine natürliche Geburt.

    Viele Krankenhäuser stehen unter einem erheblichen wirtschaftlichen Druck.Chefärzte bekommen oft Boni ab einer bestimmten Anzahl von Operationen.

    Ich glaube, ein Grund ist auch, daß viele leitende Ärzte Männer sind und eine Geburt weniger als etwas Nätürliches sondern als potentiellen medizinischen Notfall.

    Für diesen Fall halte ich auch die Anwesenheit eines Facharztes bei einer Geburt für dringend notwendig. So wie einen Airbag beim Auto, bei dem man froh ist, daß es ihn gibt und hoffentlich nicht braucht. Und wnn man ihn braucht rettet er unter Umständen Leben.

    Quelle :Faktencheck Gesundheit

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Raucherentwöhnung-Suchtbehandlung

Raucherentwöhnung und Abnehmen durch Akupunktur

Die Raucherentwöhnung oder das Abnehmen durch Akupunktur wird oft in meiner Naturheilpraxis in München angefragt.

Ich bemerke oft, dass bei vielen Patienten die Hoffnung besteht, dass sich diese Probleme einfach durch ein paar Nadeln lösen lassen.

Grundsätzlich halte ich eine Unterstützung mit Akupunktur für sinnvoll.

Sie muss meiner Ansicht nach jedoch in ein größeres Behandlungskonzept eingebunden sein.

Zu viel Rauchen oder Essen sind Süchte.

Die Schwierigkeiten bestehen meistens schon lange und beeinträchtigen den Patienten.

Ich sehe darin eine chronische Erkrankung. Als solche muss eine Sucht auch behandelt werden, um in der Behandlung nachhaltig erfolgreich zu sein.

Es ist individuell verschieden, wie Patienten auf den Entzug ihres Suchtmittels reagieren. Auf jeden Fall entsteht in seinem System erst einmal ein Vakuum und eine wichtige Stütze fehlt.

Hier ist es für mich wichtig, Ihnen zu helfen, mit dieser Leere umzugehen und eine individuelle Strategie für Sie und mit Ihnen zu erarbeiten.

Raucherentwöhnung

Wir bieten in unserer Praxis verschiedenste Möglichkeiten an.

Dies können ganz einfache Ohrnadeln, Körperakupunktur, Psychotheraie, Entspannungstherapie oder Hypnose bei unsrer Kollegin Frau Nuspl  sein.

Wir alle in unserer Praxis sind davon überzeugt, daß Raucherentwöhnung nur funktionieren kann, wenn Sie als Patientsich  wirklich Ihrer Sucht stellen wollen oder es bereits tun.

Wenn Sie erwarten, daß wir Ihnen ein paar Nadeln ins Ohr stecken oder nach einer Hypnose automatisch einen Widerwillen gegen Zigaretten entwickeln und das Thema erledigt wäre, sind Sie bei uns ander falschen Adresse.

Wenn Sie mitarbeiten und bereit sind, alte Gewohnheiten umzustellen und mit dem dazugehörigen Schmerz umzugehen, dann können Ihnen sicherlich gut und gerne helfen, Ihre Thematik nachhaltig zu verbessern.

Wie finden Sie einen guten TCM-Therapeuten?

Wie finde ich einen guten TCM Heilpraktiker oder TCM -Arzt?

Es gibt derzeit  über 50.000 Therapeuten für chinesische Medizin in Deutschland. Die Therapeutendichte (Therapeut pro Einwohner) für TCM ist somit höher als in China. Für den Patienten ist der Markt nicht transparent.

Ich gehe davon aus, dass höchstens zehn Prozent eine halbwegs vertretbare Ausbildung in der  chinesischen Medizin haben. Ich gehe da von mindestens 500 Ausbildungsstunden bei Akupunktur  und bei Kräutern zusätzlich von nochmals 500 aus. Diesen Standard haben, soweit ich das überblicken kann, allerhöchstens 5% aller TCM -Praktizierenden.

Das heißt, um dieses Pensum erfüllen zu können, kann man sich  nicht noch in vielen anderen therapeutischen  Bereichen tummeln.

Einen sehr guten Standard , sowohl bezüglich der Ausbildung als auch der Fortbildung hat hier die Arbeitsgemeinschaft für chinesische Medizinwww.agtcm.de festgelegt. Hier finden Sie auch eine Therapeutenliste mit gut ausgebildeten Therapeuten.

Ein kleiner Hinweis in eigener Sache:Es kann sein, daß Sie mich dort nicht mehr finden, da bei der AGTCM nur Fortbildungen in ostasiatischer Medizin anerkannt werden. Faszienfortbildungen, Achtsamkeitsseminare (die ich für jeden, der mit Menschen arbeitet essentiell finde) oder buddhistische Psychologie und Psychosomatik  werden dort nicht anerkannt. Wenn sie anerkannt wären, würde ich diesen wichtigen Standard locker erfüllen.

 

Ich habe hier ein paar Kriterien festgehalten, wie Sie die Spreu vom Weizen leichter trennen können:

  • gut ausgebildet sein und sich weiterbilden und sich seiner Fähigkeiten und seiner Methode bewußt sein. Therapeuten, die bei Erkrankungen wie z.B. Krebs die Behandlungshoheit beanspruchen oder die Ihre Meinung als die einzig wahre ansehen, sollten Sie eher meiden.
  • Nicht zu viele andere Therapieverfahren auf seinem Praxisschild haben. TCM, Osteopathie, Homöopathie erfordern jeweils eine lange Ausbildung und so kann jede Disziplin nur oberflächlich erlernt und der Erfahrungsschatz kann nur begrenzt sein, wenn man von der einen zur anderen in sich völlig unterschiedlichen Methode „switcht“, wenn man gerade nicht weiterkommt
  • er sollte wissen, was er tut in Bezug auf Neben- und Wechselwirkungen ( z.B. bei Medikamenten und besonderen Situationen wie etwa Schwangerschaft oder besonderen Krankheiten)
  • die Diagnose und das notwendige therapeutische Vorgehen plausibel erklären können. Dabei sollte er Angebote machen und Sie nicht bedrängen und Ihnen die Möglichkeit zu „Ihrer“ Behandlung, die zu Ihnen und auch Ihrem Geldbeutel (was ja durchaus ein Thema bei vielen Patienten ist) passt. Es sollte immer eine gute und auch  kostengünstige Lösung geben, auf die der Therapeut Sie auch hinweisen sollte.
  • eine Prognose über die Möglichkeiten und die Grenzen der Therapie geben können
  • Ihnen Konsequenzen und Nebenwirkungen der Behandlung erklären können
  • Ihnen Anregungen für Ihren Lebensstil und zur Ernährung geben können
  • Ihnen Zuversicht und ein realistisches Gefühl von Sicherheit geben
  • Vorsichtig sollten Sie sein, wenn schreckliche Szenarien entworfen werden und was Ihnen blüht, wenn Sie die Therapie bei dem bereffenden Therapeuten nicht machen und das noch mit für Sie unverstänlichen Begründungen
  • Ihre Grenzen achten und eine professionelle Distanz wahren
  • Ihnen die Grenzen der Chinesischen Medizin aufzeigen und Ihnen die chinesische Denkweise so nahe zu bringen, dass Sie Ihre Diagnose und die Entstehung Ihrer Beschwerden nachvollziehen können
  • Die Preisgestaltung sollte transparent und in ihrer Höhe nachvollziehbar sein
  • dass auch Unangenehmes respektvoll angesprochen wird. Jemand der Ihnen „schöntut“ kann nur sehr eingeschränkt helfen
  • Ihnen nicht irgendwelche Wundermittel aus China zu verkaufen.. Arzneien werden nicht vom Therapeuten, sondern von der Apotheke in kontrollierter Qualität verkauft. Auch Nahrungsergänzungsmittel, die man „über den Therapeuten“ bestellen kann (Provisionen), sind  kein gutes Zeichen, da sich so auf untransparente Weise sein Honorar erhöht.. Therapeuten sind Freiberufler und haben dadurch steuerliche Vorteile gegenüber Gewerbetreibenden. Die Idee des Gesetzgebers ist, daher, daß Therapeuten in ihrer Beratung unabhängig sein müssen und von ihren Empfehlungen in keiner Weise  profitieren dürfen.
  • Das wichtigste Kriterium ist, dass Sie sich gut aufgehoben fühlen!

Zahl der Operationen nimmt laut AOK-Studie drastisch zu

Ein erstaunlicher Artikel zum Thema Bandscheibenoperationen.
In Bayern oder Schleswig Holstein sind sie z.B. doppelt so oft wie in Berlin.Die Zahl der Wirbelsäulen OP´s hat sich zwischen 2005 und 2001 verdoppelt
Die Untersuchung legt dar, wie z.T. willkürlich operiert wird. Auffallend ist , daß die Zahl von Operationen zugenommen hat, die besonders gut bezahlt werden…
Die Anzahl der Bandscheibenoperationen pro 100.000 Einwohner pro Jahr liegt in England bei 100, in Frankreich bei 250, in Deutschland bei 450 und in München bei 1000.
Das mag daran liegen, daß sich die Zahl der Bandscheibenoperateure in München innerhalb von sechs Jahrenvon 54 auf 140 gesteigert hat.
Auch die Dichte der Kernspingeräten (In München soll es mehr davon geben  als in ganz Italien) steigert natürlich die  vermeintlich „sichtbare Notwendigkeit“ einer OP.
Also erstmal mit Akupunktur probieren…
AOK-Krankenhausreport: Zahl der Wirbelsäulen-OPs drastisch gestiegen – SPIEGEL ONLINE
www.spiegel.de
Die Zahl der Operationen in Deutschland steigt rasant. Dabei ist nicht jede medizinisch notwendig. Zu diesem Ergebnis kommt der Krankenhausreport 2013 der AOK. Vor allem kostspielige Eingriffe führen Ärzte immer häufiger durch. Besonders drastisch: der Anstieg der Wirbelsäulen-OPs.
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Weniger ist oft Mehr

Ich bin auf eine interessante amerikanische Studie gestoßen, in der nachgewiesen wurde, daß das schnelle medizinische Eingreifen – insbesondere mit Schulmedizin- sehr oft überflüssig ist und darüber hinaus auch schädlich sein kann.

Sehr fundiert können Sie das in einem Artikel in der Zeit  nachlesen.

Mir spricht so etwas aus dem Herzen.

Sehr oft erlebe ich in meiner Praxis, wie zum einen sehr schnell eine übertriebene Diagnostik (z.b. bei Kopfschmerzen ein routinemäßiges MRT – es könnte ja ein Tumor sein..) oder bei viralen Infektionen gleich ein Antibiotikum verschrieben wird, da sich ja noch eine bakterielle Infektion draufsetzen könnte.

Sehr oft werden die Selbstheilungskräfte des Körpers unterschätzt oder der Arzt will sich juristisch auf die sichere Seite bringen, da er im Fall von Komplikationen alles richtig gemacht hätte.

Auch viele Patienten verlangen vom Arzt, daß „er was macht“.Es würde ihnen nicht reichen, wenn der Arzt ihnen einfach nur raten würde, sich eine Woche ins Bett zu legen und Kamillentee zu trinken.

Ein anderer Teil ist auch die wenige Zeit, die Ärzte in unserem System für Patienten haben und so schnell handeln müssen und dann, um keine Fehler zu machen lieber mal mit Kanonen auf Spatzen schießen. Das finde ich verständlich.

Mir ist es daher wichtig, auf den Patienten einzugehen und die Hintergründe der Beschwerden nachvollziehen zu können und mit einer passenden möglichst milden und einfachen Therapie zu behandeln und den Patienten zu motivieren, z.B. eine Ruhepause einzulegen.

Die chinesische Medizin bietet mit der Akupunktur, den Kräutern und der Massage eine ausgezeichnete Unterstützung.